03 Feb 2013
Februar 3, 2013

Eine kleine Geschichte von der Begabung

Coaching Begabung, Quelle: iStockphotoStellen Sie sich vor, Sie haben zwei Patenkinder. Die beiden sind Geschwister. Sie lieben die zwei. Irgendwann im Frühling haben Sie diese Idee, Sie wollen den beiden ein Geschenk machen. In einem Anflug von euphorischer Erinnerung an Ihre eigene Kindheit und ein bisschen Nostalgie kaufen Sie Rollschuhe – ein Paar gelbe und ein Paar grüne. Bei Ihrem nächsten Besuch überreichen Sie Ihre Geschenke, die Freude bei den Kindern ist grenzenlos. Sie selbst sind glücklich über die gelungene Überraschung.

Im Sommer besuchen Sie Ihre Patenkinder erneut. Das Patenkind mit den gelben Rollschuhen kommt Ihnen mit großer Geschwindigkeit entgegengefahren, lacht, dreht sich mit einem plötzlichen Schwung um die eigene Achse, fährt rückwärts weiter und stoppt mit einem vergnügten Schrei und völlig aus der Puste direkt vor Ihnen. Die Freude ist so ansteckend, Sie drücken das Kind an sich und müssen lachen in Erinnerung an alte eigene Rollschuherlebnisse. Dabei fällt Ihnen ein kleines Pflaster am Ellenbogen Ihres Patenkindes auf, eine typische Verletzung, aber sie scheint gut zu verheilen. Sie blicken hoch, Ihr zweites Patenkind kommt angelaufen und fällt Ihnen in die Arme. Sie freuen sich sehr und drücken den jungen Menschen an sich, dann fragen Sie doch neugierig: „Hey, und wo sind Deine Rollschuhe?“ „In meinem Zimmer, in meinem Schrank. Ich schaue sie mir jeden Tag an. Ich wollte nicht, dass sie dreckig werden oder kaputt gehen. Oder dass die anderen Kinder neidisch gucken.“ „Willst Du sie denn nicht jetzt rausholen und fahren?“ „Nein, ich kann doch gar nicht fahren. Das ist gefährlich. Ich will sie einfach aufheben, weil ich mich so über sie gefreut habe.“

Was geht in Ihnen vor? Welches Schenken bereitet Ihnen im Rückblick mehr Freude? Beide Kinder sind dankbar für Ihr Geschenk, beide wollten das absolut Beste daraus machen. Und doch bleibt das Gefühl, dass nur eines der Kinder Ihr Geschenk wirklich angenommen und genutzt hat.

Mit unseren Begabungen ist es manchmal ähnlich. Auch Begabungen sind Gaben, die wir empfangen haben – von wem, das mag jeder für sich anders beantworten. In jedem Fall jedoch sind sie uns gegeben, damit wir sie nutzen, ausbauen, Freude an ihnen haben und weitergeben, besser werden und der Welt zeigen, was wir können.

Zeigen Sie die Dankbarkeit für Ihre Begabungen, indem Sie sie nutzen? Oder sind sie wertvolle Kostbarkeiten, die Sie lieber versteckt halten?

Bei Interesse an einer persönlichen Beratung finden Sie das entsprechende Coachingangebot von LaCoach zum Thema Lebensträume und verborgene Potenziale hier.