11 Apr 2015
April 11, 2015

Selbsttest: Ziele erreichen

Motivation steigern Coaching Hindernisse überwindenSie haben schon seit Monaten oder Jahren den Wunsch, Ihr Leben zu verändern, aber aus irgendwelchen Gründen schieben Sie die Veränderung immer wieder auf? Es ist, als würden Sie vor einer unüberwindbaren Mauer stehen? Sie ahnen, dass Sie auf der anderen Seite etwas sehr Positives erwartet, aber Sie können die Mauer einfach nicht überwinden? Anstatt die Situation für ausweglos zu erklären oder sich durch Vorwürfe zusätzlich selbst zu entmutigen, gehen Sie in die Analyse. Teilen Sie das Problem einfach in drei Teile: die aktuelle Ausgangssituation, die erwarteten Hindernisse und Ihr Ziel. Die Dreiteilung des Problems kann Ihnen helfen, Ihre inneren Widersprüche zu erkennen und aufzulösen. Denn der Grund, warum wir ein gestecktes Ziel nicht konsequent verfolgen, ist in der Regel nicht mangelnde Disziplin oder Faulheit, sondern die Summe aus widersprüchlichen, teils unbewussten Wünschen und Bedürfnissen. Durch die dreigeteilte Betrachtung Ihrer Situation entdecken Sie Ihre Blockaden am schnellsten und werden wieder handlungsfähig.

  • Analysieren Sie Ihre Ausgangssituation. Machen Sie zunächst eine ehrliche Bestandsaufnahme, was Sie an Ihrer aktuellen Situation stört. Das kann sowohl das tägliche Unwohlsein beim Betreten Ihres Großraumbüros sein als auch konkrete Aufgaben und Verpflichtungen, die Sie belasten. Anschließend schreiben Sie die positiven Seiten der aktuellen Situation auf, denn positive Aspekte gibt es immer, auch wenn sie uns nicht so bewusst sind. Auf die Liste gehört dann beispielsweise die finanzielle Sicherheit, die auch ein ungeliebter Job bietet, oder die Tatsache, dass Sie aufgrund von beruflichem Stress im Haushalt weniger Pflichten übernehmen müssen. Führen Sie in Ihrer Bestandsaufnahme alles auf – auch Kleinigkeiten, die scheinbar nebensächlich sind, hinter ihnen verbirgt sich häufig ein elementares Bedürfnis. Sobald Ihre Liste negativer und positiver Aspekte vollständig ist, beurteilen Sie, ob Sie bereit sind, sämtliche Vorteile aufzugeben, um die Nachteile loszuwerden. Sollten Sie bei einigen positiven Aspekten zögern, haben Sie einen ersten Hinweis darauf, warum Sie Ihr Leben nicht so konsequent wie geplant ändern und was Sie zurückhält. Etwas Positives für etwas neues Unbekanntes aufzugeben, macht Angst und führt zu einer inneren Blockade, ob bewusst oder unbewusst. Entscheiden Sie daher, welche Vorteile der aktuellen Situation unbedingt auch nach einer Veränderung erhalten bleiben sollen und integrieren Sie diese Aspekte in Ihr Zielbild. Das kann auch bedeuten, dass Sie Ihr Ziel konkretisieren oder noch einmal grundsätzlich korrigieren müssen.
  • Bewerten Sie Ihre Hindernisse. Der Weg zu einem Ziel führt in der Regel über unterschiedlichste Hindernisse. Aus Angst vor dem Unbekannten, dem möglichen Scheitern oder der erforderlichen Kraftanstrengung verschließen wir häufig die Augen vor den konkreten Herausforderungen. Wir pauschalisieren stattdessen die Unmöglichkeit. Anstatt genau zu analysieren, welche Fähigkeiten wir bereits haben, welche wir noch erwerben müssen und welche uns auch mit viel Übung nie zur Verfügung stehen werden, sehen wir nur die unüberwindbare Mauer. Betrachten Sie daher sich und die Herausforderungen von außen. Das heißt, fällen Sie kein Werturteil, was Sie bereits können sollten, sondern bewerten Sie sachlich und nüchtern, welche Hindernisse auf dem Weg zu Ihrem Ziel bestehen. Bilden Sie drei Kategorien: 1. Welche Schwierigkeiten sind für Sie aus eigener Kraft bereits jetzt lösbar? 2. Welche sind mit ein wenig Übung überwindbar? Und 3. Welche können Sie nur mit fremder Hilfe bewältigen. Beginnen Sie mit der ersten Liste, identifizieren Sie das kleinste Hindernis und räumen Sie es noch heute aus dem Weg. Für die zweite Liste entwickeln Sie einen Trainingsplan. Hier kann häufig ein guter Freund oder Coach helfen, die Zwischenziele realistisch zu definieren und motiviert zu bleiben. Die dritte Liste ergänzen Sie mit Namen von Menschen, die Sie kennen und um Hilfe bitten können.
  • Visualisieren Sie Ihr Ziel. Wenn wir nachts träumen, sehen wir Situationen konkret und realistisch vor uns. Das macht Träume so intensiv – im Negativen wie im Positiven. Für den Bruchteil einer Sekunde spüren wir nachts, wie es sich anfühlt, in einer anderen Welt zu leben und übernehmen die Regie. Diese natürliche Fähigkeit unseres Gehirns können wir auch im Wachzustand nutzen. Denn umso konkreter wir ein Ziel vor unserem inneren Auge sehen, desto deutlicher spüren wir seine Anziehungskraft und was konkret zu tun ist, um es zu erreichen. Suchen Sie sich einen ungestörten Ort, schließen Sie Ihre Augen und reisen Sie gedanklich in die Zukunft. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihr Ziel bereits erreicht, und lassen Sie innere Bilder von diesem Zielzustand entstehen. Wie sieht Ihr Leben aus? Wie sehen Sie aus? Was machen Sie? Strahlt Ihr Gesicht? Umso realistischer und attraktiver die Visualisierung Ihres Ziels ausfällt, desto größer und nachhaltiger wird Ihre Motivation, dieses Ziel auch wirklich zu erreichen. Darüber hinaus können Sie Ihr inneres Zielbild wie einen Kompass nutzen, wenn Sie auf dem Weg zum Ziel wichtige Entscheidungen treffen müssen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Wenn Sie sich für das Thema Veränderung interessieren, lesen Sie auch Eine kleine Geschichte von der Veränderung. Bei Interesse an einer persönlichen Beratung zum Thema Motivation und Entscheidung finden Sie das entsprechende Coachingangebot von LaCoach hier.

Foto: @iStock.com/outlawyr